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Naturwissenschaften/Betreuung des Amphibienzauns 2006 bis 2008

Die Rahmenrichtlinien sehen für den 6. Jahrgang im Biologie-unterricht die Einteilung der Wirbeltierklassen vor. Schon während wir einen vergleichenden Überblick über die Klassen der verschiedenen Wirbeltiere erarbeiteten, zeigte sich, dass das Interesse der Schüler mehr und mehr sich auf die Amphibien konzentrierte. Bei einigen Schülern waren bereits Vorkenntnisse über verschiedene Amphibienarten vorhanden, andere wiederum hatten noch nie einen Feuersalamander, einen Teichmolch oder einen Grasfrosch aus nächster Nähe gesehen.


Als den Schülern erzählt wurde, dass die Renataschule schon seit mehreren Jahren den Amphibienschutz in Hildesheim betreut, waren sie Feuer und Flamme für dieses Projekt. Zuerst musste jedoch ein theoretisches Grundwissen geschaffen werden. Warum wandern überhaupt Amphibien? Und warum muss man die Tiere während dieser Zeit schützen – vor wem?

Die Frühjahrswanderung führt die Amphibien vom Winterquartier zum Laichgewässer. Wenn diese Wanderwege über Straßen führen, so wie der Wanderweg am Wildgatter, können sehr viele Tiere überfahren werden. Zu ihrem Schutz baut man zur Zeit der Frühjahrswanderung Zäune. In kurzen Abständen sind Eimer in den Boden gegraben. Die am Zaun entlangkriechenden Tiere fallen in den Eimer und werden von Helfern über die Straße getragen.   

Dieses im Unterricht erarbeitete theoretische Wissen haben die Schüler der Klasse 6c bzw. einige freiwillige Schüler der Klasse 8d umgesetzt, indem sie jeden Morgen, sechs Wochen lang, jeweils drei Schüler vor Unterrichtsbeginn zu dem nahe gelegenen Amphibienschutzzaun am Wildgatter wanderten. Dort haben die Schüler den ca. 200m langen Zaun abgesucht, die Amphibien mit Hilfe eines Bestimmungsbogens klassifiziert, beobachtet,  die Tiere samt Eimer über die Straße getragen, in Freiheit ausgesetzt und die Bestimmungsergebnisse schriftlich fixiert.

Dabei war zu beobachten, dass die Schüler ihre Aufgabe sehr ernst nahmen, denn die wechselnden Schülergruppen wanderten stets 20 Minuten vor Unterrichtsbeginn los, selbst in den Osterferien, an den Feiertagen und an den Wochenenden sind die Schüler ihren Aufgaben nachgekommen. Eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse lässt sich dem Anhang entnehmen. Als Ende April keine Amphibien mehr gefunden wurden, war es an der Zeit den Zaun sorgfältig einzurollen und dem Förster zu hinterlegen.

Ergebnisse des Amphibienschutzes in Hildesheim 2005

Amphibien

 

männlich

 

 

weiblich

 

Bergmolch

 

5

 

 

4

 

Kammolch

 

3

 

 

1

 

Teichmolch

 

4

 

 

3

 

Teichfrosch

 

8

 

 

6

 

Feuersalamander

 

1

 

 

2

 

Seefrosch

 

6

 

 

5

 

Sonstige Tiere

Würmer, Spinnen, Schnecken, Käfer

Tote Tiere

 

7 Seefrösche, 4 Käfer,

 

 

 

Ergebnisse des Amphibienschutzes in Hildesheim 2006

Amphibien

 

männlich

 

 

weiblich

 

Bergmolch

 

4

 

 

5

 

Kammolch

 

2

 

 

1

 

Teichmolch

 

2

 

 

3

 

Teichfrosch

 

6

 

 

4

 

Feuersalamander

 

2

 

 

-

 

Seefrosch

 

7

 

 

3

 

Sonstige Tiere

Würmer, Spinnen, Schnecken, Käfer

Tote Tiere

 

5 Seefrösche, 2 Käfer, 1 Teichmolch

 

 Ergebnisse des Amphibienschutzes in Hildesheim 2007

 

Tierart

 

 

Anzahl  männliche Tiere

 

 

Anzahl  weibliche Tiere

 

 

Erdkröte

 

 

12

 

 

19

 

 

Grasfrosch

 

 

-

 

 

 

 

 

Teichfrosch

 

 

21

 

 

Teichmolch

 

 

24

 

 

36

 

 

Kammmolch

 

 

33

 

 

27

 

 

Bergmolch

 

 

32

 

 

24

 

 

Tote Tiere

 

 

9

 

Die geringe Anzahl an Tieren, im Vergleich zu den letzten Jahren, lässt sich durch eine Warmwetterperiode im Februar erklären. Zu diesem Zeitpunkt stand der Krötenzaun noch nicht.